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Unkraut-Management (EU-Projekt IWMPRAISE)

Integriertes Unkraut Management für Europa

Integrated Weed Management: PRActical Implementation and Solutions for Europe (IWMPRAISE)

EU Horizon 2020 Projekt

Integriertes Unkrautmanagement für die Zukunft

Integriertes Unkrautmanagement IUM (im Englischen ‘Integrated Weed Management, IWM) ist ein zentraler Teil einer nachhaltigen, anpassungsfähigen Landwirtschaft. Im neuen EU Projekt IWMPRAISE, das im Rahmen von Horizon 2020 finanziert wird, soll die Umsetzung eines integrierten Unkrautmanagements in Europa unterstützt und gefördert werden. Das fünfjährige Projekt startete im Juni 2017 und wird koordiniert von Professor Per Kudsk, Aarhus University, Dänemark.

Das mit 6.6 Mio Euro finanzierte Projekt möchte Wege aufzeigen, wie eine verbesserte Umsetzung von IUM zu einer umweltfreundlicheren Landwirtschaft beitragen kann. „Das Projekt dient dazu, verschiedene Anbausysteme mit Hilfe von IUM widerstandsfähiger gegen externe Einflüsse zu machen, ohne dabei deren Wirtschaftlichkeit und die Versorgung mit Nahrung, Futter und Biomaterialien zu gefährden“, meint Professor Per Kudsk.

Das Projektteam besteht aus 37 Partnern aus acht verschiedenen Ländern Europas und setzt sich aus 11 im Bereich Unkrautmanagement führenden Universitäten und Forschungsinstituten, 14 KMUs und Industriepartnern sowie 12 Beratungs- und Verbraucher-Organisationen zusammen.

Schwerpunkt auf vier Anbausysteme

Das Projekt wird IUM-Strategien für verschiedene Anbausysteme entwickeln und testen, die für Europa charakteristisch sind. „Durch den Einsatz eines solchen kategorischen Ansatzes können wir allgemeine Prinzipien für IUM entwickeln, die über die einzelnen Fallbeispiele hinausgehen, die im Rahmen des Projektes bearbeitet werden“, erklärt Per Kudsk.

Die vier Anbausyteme sind:

  • Einjährige Kulturen, in engen Pflanzreihen (z.B. Getreide, Raps)
  • Einjährige Kulturen, in weiten Pflanzreihen (z.B. Mais, Sonnenblumen, Gemüse)
  • Mehrjährige krautige Kulturen (z.B. Grasland, Klee)
  • Mehrjährige baumartige Kulturen (z.B. Kern- und Steinobst, Zitrusfrüchte, Oliven)

Die Schweizer Aktivitäten konzentrieren sich dabei voll und ganz auf den Futterbau (mehrjährige krautige Kulturen).

Nationale Cluster "Konsortien"

In jedem der teilnehmenden Länder werden nationale Cluster gebildet, die aus Bauernorganisationen, Beratungsdiensten, KMUs und Forschungsinstitutionen bestehen. Das ‚national Cluster‘ für die Schweiz setzt sich aus den Projektpartnern ‚Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaus‘ (AGFF), Agroscope (Reckenholz) und dem Schweizer Sitz des ‚Centre for Agriculture and Biosciences International‘ (CABI) zusammen. Diese Partner sind für die Gestaltung, die praxisnahe Erprobung und die vorläufige Bewertung von IUM-Strategien zuständig, die im Schweizer Futterbau getestet werden.

Links:
IWMPRAISE

Partner:
AGFF

Agroscope (Reckenholz)

CABI Switzerland