Willkommen bei der AGFF


Hinschied von Dr. Hans Gujer

Die AGFF hat die traurige Pflicht über den Hinschied von Dr. Hans Gujer, langjähriger Geschäftsführer der AGFF von 1954-1966 und 1969-1981, zu informieren.

Im Jahr 1954 promovierte Hans Gujer an der ETH in Zürich mit seiner Arbeit "Untersuchungen über die Wirkung einiger Verfahren der Bodenbearbeitung auf Bodenstruktur und Pflanzenertrag mit methodischem Beitrag zur serienmässigen physikalischen Bodenanalyse». Bereits ein Jahr nach der Übernahme der AGFF-Geschäftsführung (1954) entschloss sich die AGFF, die im Herbst 1955 zum ersten Mal veröffentlichten Standardmischungen an möglichst vielen Orten der ganzen Schweiz in der Praxis zu prüfen. Damit begann ein umfangreiches Versuchsprogramm mit Klee-Gras-Mischungen. Die alle 4 bis 6 Jahre folgenden Revisionen der Standardmischungen, an denen Hans Gujer zuerst umfassend mitarbeitete und später beratend zur Seite stand, zeugen von seinem Einsatz für den schweizerischen Kunstfutterbau.

Er förderte die Herstellung von Pflanzenstandorts- und Nutzungseignungskarten, die in der Hand des Beraters und auch des Praktikers viel zu einer dem Standort angepassten Planung der futterbaulichen Nutzung beitragen. Zahlreiche Versuche dienten ihm dazu, konkrete Ratschläge für eine Verbesserung in Bewirtschaftung und Pflege der Naturwiesen zu erhalten. Seine Empfehlungen für eine optimale Weidewirtschaft und seine Hinweise zur Bestandesverbesserungen über geänderte Nutzungs- und Düngungsmassnahmen sind heute noch richtungsweisend.

Hans Gujer hat als Entwicklungsexperte in verschiedenen Ländern auf dem Gebiet eines angepassten Futterbaues Pionierarbeit geleistet. 1964 wurde er zum ersten Mal nach Indien berufen. Die Verbesserung natürlicher Weiden im Hügelgebiet der Western Ghats stand im Vordergrund seines Auftrages. Mehr als ein dutzend Mal hat er seither Kerala besucht und wegweisend einen erfolgreichen Entwicklungsprozess mitgestaltet. Seine Erfahrungen und sein Wissen schätzte man auch in anderen Gebieten Indiens (Andhra Pradesh und Punjab), wie auch in den Ländern Nepal, Sri Lanka und Tanzania. Für seinen langjährigen Lehrauftrag über tropischen Futterbau an der ETH konnte er daher aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.

Hans Gujer forderte früh eine gesamtheitliche Schau des Futterbaus und den Kontakt mit den Leuten aus Tierzucht, Milchwirtschaft,  Veterinärwesen, Futterbau, Betriebswirtschaft etc., die auch heute noch die einzige angemessene Betrachtungsweise für die Aufgaben des Futterbaus ist.

Hans Gujer verstarb am 23. November 2021 in Bern im Alter von 97 Jahren. Die AGFF wird dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.

Todesanzeige


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Die Schweizer Aktivitäten konzentrieren sich auf den Futterbau und Blacke (Rumex obtusifolius).

Der stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius), in der deutschsprachigen Schweiz auch als Blacke bekannt, ist eines der wichtigsten Problemunkräuter in Wiesen und Weiden. In intensiv bewirtschaften Dauerwiesen werden Blacken hauptsächlich mit Herbiziden oder durch manuelles Ausstechen reguliert. LandwirtInnen erwähnen Blacken oft als Hauptgrund, um nicht auf biologische Landwirtschaft umzustellen. Es besteht deshalb ein hoher Bedarf an biokompatiblen und effektiven Kontrollmassnahmen.

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